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Veröffentlichungen

Kinderzähne: Verletzungen durch Unfälle

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Beim Spielen und beim Sport kommt es leicht durch Stürze oder Stöße zu Schädigungen der bleibenden Zähne. Meistens sind
die Schneidezähne betroffen. Man unterscheidet verschiedene Formen der Verletzungen, die auch unterschiedliche Behandlungsmaßnahmen erfordern.

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Schwangerschaft und Zahngesundheit

Schwangerschaft und Zahngesundheit

Eine Schwangerschaft bringt eine Menge Veränderungen mit sich –
auch für die Zahngesundheit. Sie können sehr viel selber dafür tun, dass Sie zahngesund durch die Schwangerschaft kommen.

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Diabetes und Parodontitis

Wenig bekannt ist, dass diese beiden Erkrankungen viel miteinander zutun haben und sich gegenseitig beeinflussen. Um dies verstehen zu können, muss man sich zunächst damit beschäftigen, was Diabetes und Parodontits im Körper bewirken.

Was ist Diabetes?

Diabetes mellitus ist eine chronische Störung des Blutzuckerstoffwechsels, die zu schweren Folgeerkrankungen führen kann. Beim Typ-1-Diabetes (ca.10%) wird von der Bauchspeicheldrüse zu wenig des Hormons Insulin produziert, das für die Zuckeraufnahme in den Körperzellen wichtig ist, da es die Zellen für die Zuckermoleküle öffnet. Beim Typ-2-Diabetes (ca.90%) kommt es zu einer verminderten Insulinempfindlichkeit der Körperzellen und zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel, da das Hormon Insulin seine Aufgabe im Körper nicht mehr richtig erfüllen kann. Da die Krankheit meistens beschwerdefrei beginnt, wird bei vielen Diabetikern die Diagnose erst beim Auftreten von akuten Komplikationen gestellt. Europaweit bekommen immer mehr Menschen die Diagnose Diabetes. Hierzulande liegt das Risiko im Laufe des Lebens an einem Diabetes zu erkranken bei ca. 30 %.

Was ist Parodontitis?

Hierbei handelt es sich um eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates, die durch Beläge (Plaque) auf den Zahnflächen und Zahnzwischenräumen und den Stoffwechselprodukten der Bakterien in der Plaque entsteht. In einem schubweise verlaufenden Prozess werden Gewebe und Knochen zerstört, was letztendlich ohne Behandlung zur Lockerung und zum Verlust von Zähnen führt.

Wie sind die Auswirkungen eines Diabetes auf die Parodontitis?

Parodontale Erkrankungen gehören zu den diabetischen Komplikationen und Folgeerkrankungen.

Durch die gestörte Insulinwirkung bei Diabetikern kommt es zu einem chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel. Dadurch können vermehrt Stoffwechselprodukte aus der Reaktion von Zucker mit Proteinen entstehen, die zu entzündlichen Veränderungen in den Körperzellen führen. Auch im Zahnfleisch und im Zahnhalteapparat von Diabetikern reichern sich diese Stoffwechselprodukte vermehrt an. Studien zeigen, dass Diabetiker ein dreifach erhöhtes Risiko haben, an Parodontitis zu erkranken. Zudem schreiten parodontale Erkrankungen schneller voran und reagieren langsamer auf die durchgeführte Therapie, was den häufig schweren parodontalen Krankheitsverlauf bei Diabetespatienten erklärt.

Wie sind die Auswirkungen der Parodontitis auf den Diabetes mellitus?


Eine Parodontitis kann einen Diabetes negativ beeinflussen und zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels führen.

Mit Zunahme der Entzündung im parodontalen Gewebe steigt der HbA1c-Wert. Dieser Wert wird als Langzeitblutzucker oder Blutzuckergedächnis bezeichnet und gibt Auskunft über die Blutzuckerwerte der letzten im Durchschnitt acht Wochen. Je höher dieser Wert ist, umso größer ist die Gefahr der Entstehung von diabetischen Folgeerkrankungen. Entzündungsbotenstoffe, die bei der schweren Form der Parodontitis entstehen, können die Wirkung des Insulins verringern. Dadurch können sich Nichtdiabetiker zu Prä-Diabetikern, die leicht erhöhte HbA1c-Werte haben, und Prä-Diabetiker zu Diabetikern entwickeln. Ebenso kann es sein, dass bei gut eingestellten Diabetikern die Blutzuckereinstellung nur noch unzureichend funktioniert. Studiendaten belegen, dass Diabetiker mit schwerer Parodontitis häufiger unter Diabetesfolgeerkrankungen leiden. So ist z.B. die Sterblichkeit aufgrund einer Herz- oder Nierenerkrankungen stark erhöht. Parodontalerkrankungen gehören somit zu den gleichen Risikofaktoren wie z.B. Bluthochdruck oder Übergewicht.

Durch eine Therapie der parodontalen Infektion werden nicht nur die lokalen Symptome der Erkrankung des Zahnhalteapparates reduziert, sondern es verbessert sich auch der Status des Diabetes. Lassen Sie Ihre Zähne und das Zahnfleisch regelmäßig untersuchen, damit rechtzeitig Entzündungen erkannt und behandelt werden können!
© 2017 Zahnärztin Sabine Joachim, Oppelner Weg 4, 30519 Hannover, Tel.: 0511 86 47 97
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